Archiv für März 2007

Wir haben Pol&IS überlebt!

…und es war nicht wirklich einfach. Nichts gegen die Simulation, die war schon in Ordnung, aber die Leute…Irgendwie hab ich mich sehr alt gefühlt. Während viele andere nur am Saufen sonst was waren, bin ich lieber ins Bett gegangen um mich ordentlich auszuschlafen. Die Spaßbremse Nummer 1 sozusagen. Zumindest werde ich die nächsten drei Wochen keinen chronischen Kater haben und nicht rumtelefonieren müssen, um meine Unterwäsche wiederzubekommen.
Zum Glück ist die Woche vorbei, es gibt nichts schlimmeres als Gleichaltrige, die sich wie ihre eigenen Kinder benehmen („Kindergarten? Zoo? Ich kann mich einfach nicht entscheiden!“). Verdammt, ich hab geligen, es gibt etwas schlimmeres: Undzwar die überaus witzigen Unteroffiziere der Bundeswehr, die die Simulation geleitet haben. Noch nie hab ich so schlechte Witze und so dreckige Lachen gehört, aber zumindest wurde die ganze Angelegenheit dadurch etwas eindrucksvoller. Wirklich nervend war die allgegenwärtige Werbung:

Bundeswehr

Wie auf dem Bild zu erkennen ist, durfte u.a. ich die Rolle der NGO, sprich: Greenpeace/amnesty international übernehmen. Sehr zu empfehlen für alle, die eher faul sind. Was jetzt natürlich nicht bedeutet, dass wir faul waren, aber andere hatten defintiv mehr zu tun mit ihrem Rollenspiel. Das Bild finde ich ziemlich skurril, aber gibt genau das wieder, was ich erlebt hab: nur Widersprüche. In der gesamten Woche.
Ich will jetzt auch nicht alles schlecht machen, meine Zimmergenossen waren schon sehr unterhaltsam:

kapitalkäsebrötchen

Das Kapital und das Käsebrötchen. Ein Bestseller. Das Symbol dieser Woche. Oder so. Im späteren Verlauf hat sich das Kapital mal eben in den Koran verwandelt. Eine merkwürdige Geschichte, und der Besitzer des Buches fand das auch alles nicht ganz so lustig. ;)

Eine letzte Bemerkung: Beim Tagesausflug nach Weimar haben wir zum einen einen anderen Kurs aus unserer Schule getroffen und zum anderen Thomas Gottschalk und seinen Bruder. Ratet, über wen ich mich mehr gefreut hab.

Wort zum Sonntag

Also wieder eine Woche rum. Normalerweise würde ich an einem Sonntag zuhause sitzen und ganz brav für die Schule lernen (*räusper*), was mache ich heute? Koffer packen, und das fällt mir echt schwer, wenn ich richtig müde bin. Ich vergess sowieso irgendwas; das ist ja auch nix neues, aber es ist eben deprimierend, ich hoffe ja immer, ich bessere mich noch. ZUM GLÜCK hab ich eine Oma, die alle zwei Minuten ins Zimmer stürzt und fragt, ob ich dies und das schon eingepackt habe. Mittlerweile sag ich ja eh aus Gewohnheit „Ja“, zu dumm, dass sie zwischendurch auch noch andere Dinge erzählt und am Ende sag ich wieder, ich habs von nichts gewusst. Au weh, damit habe ich bewiesen, dass das Blut dieser Familie in mir fließt, ich versuchs ja öfter mal abzustreiten.

Hmm, gut, Koffer fast fertig, der Rest ist morgen früh dran, auch wenn ich mich morgen dafür bedanken werde. Ich fahre übrigens auf Exkursionsfahrt, das hat allerdings nicht sooo viel mit ner gewöhnlichen Klassenfahrt zu tun. Um genau zu sein, fahren wir ins Grüne, damit wir keinen Blödsinn anstellen und uns ausschließlich auf unser tolles Planspiel konzentrieren. Absolut spannende Sache. Das Ganze nennt sich Pol&IS und wird von der Bundeswehr durchgeführt – zu meiner Motivation dabei zu sein, muss ich wohl nicht mehr allzu viel sagen…

Es ist ja nur für eine Woche, vielleicht sogar besser als gewöhnliche Schule und trotzdem habe ich so überhaupt gar keine Lust. Viel reden ist sonst schon meine Art, aber nicht, wenn sich das auf die merkwürdigen Leute aus meiner (fusionierten) Schule bezieht.
Um die Zeit schneller vergehen zu lassen, werd ich mich wohl oder übel an die Jungoffiziere ranmachen müssen, die Leute aus meiner Schule scheiden ja schließlich aus. Wahrscheinlich werde ich Pol&IS überleben. Schließlich habe ich auch den gestrigen Abend überlebt, und das war sehr wohl eine Kunst!

Ziemlich einsam hier

schaukelb

Einmal durchatmen…Der schlimmste Tag in der Woche ist geschafft und alle Aufgaben sind mit Bravour bestanden… Automatisch entsteht ein Anflug von guter Laune und Optimismus, aber nur auf dem Weg nach Hause. Spätestens im Flur dann die Ernüchterung, im Zimmer der Rest.
Hier die Dinge, die mir persönlich heut richtig die Laune verdorben haben:

1. Meine Großeltern befinden sich in der Wohnung.
Nix neues, wenn ich bedenke, dass sie ja hier leben, aber ursprünglich wollten sie für 4-5 Tage zu Bekannten fahren und haben mir prophezeit, dass sie nicht mehr da sind, wenn ich zurück komme. Tja, dumm gelaufen für mich, aber sie holen ihren Kurzurlaub ja nach.

2. Liebeskummer.
Nein, den hab ausnahmsweise (haha) mal nicht ich, sondern eine total tolle Freundin von mir. Wenn ich mir das anhöre, was sie sagt, könnte ich selber schon mitheulen, echt keine schöne Sache, aber wirklich helfen kann ich ja auch nicht – das macht aber nur noch deprimierter…

3. Kein gemütlicher Abend.
Aufgrund der Tatsache, dass meine Großeltern anwesend sind, bewege ich mich nicht einen Zentimeter aus meinem Zimmer heraus. Natürlich ist die Bewegungsfähigkeit schon stark eingeschränkt, ich kann mich hier ja gerade mal einmal um mich selbst drehen. Ja gut, wär ich allein zuhaus, würd ich auch nur vor der Glotze rumhängen, ist ja richtig, aber es wär vielleicht schonmal ein ganz neues Lebensgefühl – vor allem in einem so ganz anderen Raum…!

4. Mir steht ein langweiliges Wochenende bevor. [das schlimmste…]
Ich fühl mich ein bisschen verlassen. Niemand hat Zeit für mich, nicht nur heute, sondern auch nicht am Wochenende und das ist schon hart, ausnahmsweise ist mal wirklich gar nichts zu tun (und stolz darauf) und dann das. Wusstet ihr eigentlich schon, dass ich extrem nachtragend bin?

So ist das Leben – hart, aber ungerecht…

Ich war schon immer alt

Da unterhalte ich mich einfach mal so mit einer Mitstreiterin auf dem Weg zum Abi – und ich erfahre Sachen, dass ich aus allen Wolken falle…Zum Beispiel, dass sich Leute aus Uhrzeiten noch an mich erinnern und nicht nur das! Sie fanden mich auch noch nett! Und ich muss zugeben, dass ich leider nicht so viel über die Personen sagen kann, weil mich in der Hinsicht mein Gedächtnis wieder verabschiedet… Nennt mir bloß nicht euren Namen, ich hab ihn nach zwei Stunden sowieso wieder vergessen und trau mich dann wahrscheinlich auch nicht nachzufragen. So im Hinterkopf hab ich, dass das auch eingen anderen Bloggern hier so geht… ;)
Am besten wäre es natürlich, wenn sich jeder bei der Begrüßung immer und immer wieder vorstellt…Ach ja, das wär toll! Aber gut, dann fehlt auch irgendwo die gwisse Spannung und der Überraschungsmoment. Wenn ich zum Beispiel angerufen werde und sofort weiß, wer das ist, ist doch total öde…
Na ja, nichtsdestotrotz bin ich ziemlich froh, dass ich mittlerweile fast alle Namen derjenigen, die in meinen Kursen sitzen, aufsagen kann, zwar nur den Vornamen, aber ihr dürft ja auch nicht zu viel von mir verlangen.
Tja, dass mir meine Vergesslichkeit quasi wieder vorgehalten wird, joa, das war nicht der Sinn der Sache, aber ein Gutes hats: Mir wurde gesagt, dass ich ne tolle Art hab, ergo einfach mal toll bin. Tja, Leute, was sagt ihr dazu? Ich habs ja schon immer verkündet….

„Na vielleicht.“

Ja, richtig gesehen, auf nen Freitag Abend sitz ich zuhause am PC, weil ich – wie mein Vater es ausdrücken würde – niemanden zum Spielen gefunden habe…Ich lass das mal so im Raum stehen.
Na ja, dadurch komme ich zumindest in den Genuss von Gesprächen über das, was mensch sagt, und das, was mensch meint. Folgendes am Beispiel „vielleicht“: Ein Freund von mir ist der festen Überzeugung, wenn jemand „vielleicht“ sagt, dann bedeutet das „nein“.
Wenn ich etwas gefragt werde, dann sind folgende Antworten möglich:

1. „Ja, vielleicht komme ich vorbei.“ – Das bedeutet, ich werde mit 95%er Sicherheit wirklich vorbeikommen.

2. „Vielleicht.“ – Könnta verjessen. Bedeutet so viel, wie „Nöööööö, keine Lust…“.

3. „Mal gucken, vielleicht.“ – Wenn ich das Wort quasi als Anhängsel benutze, dann bedeutet das wirklich „vielleicht“, nicht mehr und nicht weniger. Schließlich bin ich auch nicht Zwerg Allwissend und kann mir sämtliche daten merken um dann immer eindeutig zu- oder abzusagen.

Ist doch alles ganz einfach, oder nicht?!

Normal?

Keine Ahnung, warum, aber es passiert immer öfter: Nach langem Hin und Her entschließe ich mich, etwas preiszugeben und einen Tag später wissen andere Leute schon mehr als ich. Nicht, dass ichs nicht geahnt hätte, aber mensch kann ja hoffen, oder nicht?
Von was rede ich hier eigentlich?
Buschfunk?!
Nein, es sind einfach nur die Ausmaße der Sekte… Kein weiterer Kommentar!

Foto der Woche

Nein, ich bin absolut nicht künstlerisch begabt; ich zeichne und kein Mensch erkennt etwas, ich mache Musik, aber niemand will mehr hören…Wie gesagt, ich bin faul und ein bisschen mehr Übung kann eigentlich nicht schaden… Wenn ich aber eine klitzekleine Begabung hab, dann ist es sicherlich das Fotografieren. Das ist quasi das Einzige, wo ich konsequent am Ball bleibe, weils mir Spaß macht…Allen Mitlesern gönn ich ab jetzt ein schickes Foto pro Woche. Ich fang mal so an:
schickschick

Argh

Da soll noch jemand sagen, ich wär faul…Ich hab´s mir ja wirklich vorgenommen: mal richtig zu lernen, damit ich´s nicht wieder bereue…Aber wer is dazwischen gekommen? Richtig, meine Eltern (aber meine herzallerliebsten Großeltern darf mensch natürlich auch nicht vergessen…). Ich freu mich ja echt, wenn sie mich doch mal besuchen, und ich war auch begeistert, dass ich in der Zeit nen freien Tag hab – aber davon hab ich morgen im Gulag vor einem Blatt Papier dann auch nicht mehr so viel, muss ich schon zugeben. Mal abgesehen davon, dass ein normaler Mensch aber auch einfach nicht lernen kann, wenn er bzw. sie sich in einem 9qm-Zimmer mit drei weiteren Personen befindet, die alle nur dazwischen blubbern! Werd mich bei denen bedanken, spätestens morgen um 8.30 Uhr…

First…

Jetzt hat´s mich also auch erwischt, ich konnte der fantasievollen Welt des Blogs nicht wiederstehen und musst – so wie jeder andere auch – ebenfalls einen haben…und hier ist er!!!
Wer sich wundert über den Titel, hier eine kurze Erklärung:
Tatsächlich gibt es Menschen in meiner Familie, die sich an meinen richtigen Namen erinnern können und auch keinen Scheu zeigen, eben diesen auszusprechen. Das Gegenstück dazu bilden dann wiederum die, die mich mit dem falschen Namen ansprechen (Ich seh´s ein, sowas kommt bei älteren Menschen vor!) oder etwas vollkommen neues erfinden…Meine Eltern nennen mich Kind, klingt fies, aber man gewöhnt sich bekanntlich an alles, daher kommt´s auch, dass ich Nachrichten, seit ich bei meiner Oma wohne, auch vollkommen freiwillig mit Enkelkind unterschreibe. Tja, so geschädigt bin ich halt schon. Aber den Vogel schießt immer noch meine Oma ab, wenn sie nach Paulinchen oder Lieschen(*würg*) ruft, dann meint sie keineswegs irgendwelche Gören auf der Straße, sondern tatsächlich mich. Weiß der Kuckuck warum, sie hat auch keine Antwort parat, wenn man sie danach fragt, aber wie schon angedeutet, Senioren sind echt merkwürdig….