Archiv für Mai 2007

Ballett

Ich war heute zum ersten und vielleicht zum letzten Mal in der Berliner Staatsoper. Nicht freiwillig, obwohl ich sagen muss, dass ich wirklich beeindruckt war. Allein mal die Bühne zu sehen war es schon wert, aber mir hätte ruhig jemand vorher sagen können, dass ich nicht auf festem Untergund stehen werde und es noch 9 Meter weiter runter geht, bin schließlich nicht schwindelfrei.
Bin ja nun kein Fan von Opern, Operetten oder ähnlichem Quatsch und von Musicals habe ich ebenfalls die Nase voll, von Cats war ich ziemlich enttäuscht. Theaterstücke dagegen haben´s mir angetan, das fing mit Tautropfenliebe an (muss ich unbedingt nochmal sehen) und hat bis jetzt nocht nicht aufgehört, obwohl ich leider echt selten dazu komme, ins Theater zu gehen. Dabei lohnt es sich wirklich. Ballettaufführungen haben mich dagegen nie interessiert, zumindets bis heute. Wir durften ja auch den Tänzern bei einer Probe zusehen und ich war wirklich begeistert. In der Distanz konnte ich fast jede Bewegung der Muskeln erkennen, was sehr beeindruckend war. Ich werde zwar emnächst nicht in den „Genuss“ einer solchen Aufführung kommen (das gesamte Stück würde mich wahrscheinlich nicht so umhaun), aber es ist eine gedankliche Notiz auf meiner „zu-erledigen-Liste“ wert.

Kind spielen

Neuerdings ist der Spielplatz neben unserer Wohnung mein Lieblingsplatz – allerdings auch nur nachts, wenn die ganzen kleinen Gören weg sind. Ist zwar auch im Dunkeln nicht besonders ansehnlich, allein schon wegen dem umwerfenden Blick auf die Plattenbauten, aber zumindest…ruhig!
Wahrscheinlich engt mich mein „Zuhause“ mittlerweile dermaßen ein, dass ich die frische Luft brauche um wieder auf den Boden zu kommen. Oder ich mutiere wieder zur Einzelgängerin, wer weiß? (nur´n Scherz, die Zeiten sind vorbei)

Und sonst so?

Ja, ich bin zur Zeit äußerst faul (betrifft auch nicht nur meinen Blog), wird sich demnächst aber auch wieder ändern, denk ich…

Die Kategorie „Foto der Woche“ hängt auch ziemlich hinterher, das liegt aber daran, dass ich endlich mal bereit war, die 20 Euro für die Batterien meiner Spiegelreflex-Kamera auszugeben. Ergo, ich bin momentan an meinem Paparazzi-Outfit zu erkennen. Da die Kamera aber leider keine digitalen Bilder macht, muss ich wie in alten Zeiten mit meinem Film zu Rossmann tingeln, die Pics entwickeln lassen und einscannen, bevor hier mal wieder ein aktuelles Bild gepostet werden kann.

Sonstige weltbewegende Erkenntnisse dieser Woche:
- Sich gerade trennende Paare sind anstrengend.
- Manchmal mach ich mir zu viele Gedanken um Dinge, die mich so überhaupt gar nichts angehen.
- Manchmal mach ich mir allgemein zu viele Gedanken.
- Manche Leute reden zu viel.
- Manchmal rede sogar ich einfach zu viel.
- Angeblich bin ich wehleidig (na, vielen Dank!), zu neugierig (das stimmt allerdings) und faul (zumindest wurde mir das alles in der letzten Woche mal gesagt).
- Ich denke immer, dass ich im Stress bin und es nicht mehr schlimmer kommen kann.
- Ich vermisse tatsächlich das erste Mal seit knapp 11 Monaten so richtig meinen Fernseher (auch wenn ich seit Donnerstag morgen ziemlich abgeschreckt bin, weil ich mir Avril Lavigne reinziehen musste).
- Falafel aus der Tüte schmecken nicht, vielleicht hab ich aber auch einfach das Kochen verlernt.

Ansonsten bleibt alles beim alten – oder so.

Meine Oma ist sauer…

…und wenn sie anfängt, sich über die Familie meines Opas aufzuregen, wird sie mir immer noch ein Stück sympathischer als sie es eh schon ist.

„Ich hab lange genug immer das gemacht, was andere von mir wollten, da mach ich nicht mehr mit…“

Wenn ichs nicht besser wüsste, würd ich sagen, sie steckt mitten in einer Midlifecrisis. Ich kann schon verstehen, dass ihr der Kragen heute mal geplatzt ist, nicht nur wegen der Family, sondern wegen meines Opas allgemein.
Also wir reden ja sowieso nicht miteinander, wir leben zwar in derselben Wohnung, aber das wars auch schon. Beispiel: Ich komme nach Hause und dann setze ich mich normalerweise erstmal ins Wohnzimmer, um meiner Oma das Neuste vom Neusten zu erzählen. Anstatt mir ebenfalls zuzuhören geschweige denn mit mir zur sprechen, schnappt sich mein Opa die Fernbedienung – und stellt den Fernseher lauter, um mich zu übertönen. Seit ich gemerkt hab, dass es ihn scheinbar wirklich nicht interessiert, was seine (nicht leibliche) Enkelin zu sagen hat, rede ich auch nicht mehr mit ihm. Unsere Kommunikation beschränkt sich auf ein „Guten-Morgen!“, wenn er mir morgens in die Quere kommt und auf „Und, wo gehts heut noch hin?“ beim Mittagessen.
Na ja, sowas geht auch meiner Oma auf den Keks, aber heute hat sie erstmal Ruhe. Er ist bockig in den Garten abgedampft. Und ich bin froh, dass ich nicht auf Zehenspitzen durch die Wohnung laufen muss, um den Sturkopf nicht zu erschrecken.

Peinlich…

Öffentliche Toiletten sind mein Untergang. Ich komm da vielleicht rein, aber nicht mehr raus, simpel erklärt. Vielleicht sind Türschlösser allgemein nicht so mein Ding. Aber sie werden eben erst auf dem stillen Örtchen zu einem wirklichen Problem. Private Toiletten sind echt praktisch, da kommt wenigstens immer Hilfe.
In einem Falkenhaus hab ich mal das obere Bad benutzt, weil unten besetzt war. Als ich wieder rauswollte, hatte ich plötzlich die Klinke in der Hand, die ich irgendwie auch nicht mehr anbringn konnte. Erschwerend kam hinzu, dass das Licht ausging. Ich konnte nur gerettet werden, weil ich eine Freundin im unteren Stockwerk angerufen habe, die mir dann zu Hilfe kam. Seitdem sage ich vorher Bescheid, wenn ich verschwinde. Das Konzept geht auf, so wurde ich schon aus der Walli in Lübeck befreit ( Walli bleibt!) sowie aus WC´s in London, Helsinki, Verona, Rom, Innsbruck. Das sind zumindest die Befreiungsaktionen, an die ich mich noch erinnere.

[Spätestens jetzt sollte allen klar sein, dass ich einfach nicht weiß, was ich schreiben soll…]

Im Konflikt mit mir selbst

Ich habe jetzt folgende Möglichkeiten. Entweder…

… ich fahre mit einer Freundin an die östlichere Ostsee,
… ich fahre mit einer anderen Freundin an die westlichere Ostsee,
… ich mache einen spontanen Besuch bei einer nahen Verwandten in Trier (uhu, da war ich noch nie),
… ich fahre mit zu meinen Großeltern (eigentlich sinnlos, haben mich ja extra hier besucht),
… ich mache das, was ich eigentlich machen wollte, nämlich eine Woche lang schlafen oder
… ich bleibe einfach in Berlin und genieße…äh…die Unabhängigkeit von meinen Freunden, die nicht vorhanden ist.

Um genau zu sein kommen nur die erste und die letzte Möglichkeit wirklich in Frage, aber das reicht schon aus um mich vollkommen durcheinander zu bringen. Entscheidungen fallen mir zwar sonst auch nicht gerade leicht, aber das ist jetzt schon echt nervig, ist ja keine große Sache…eigentlich. Wohlmöglich sterbe ich, wenn ich mich falsch entscheiden sollte. Na ja, ist dann eh zu spät…

*denkdenkdenk*

Schlafmangel

Alle waren da – nur die doofe Tapete nicht!

Verrückte Woche

…für die nächste Woche steht ganz viel Stressabbau aufm Plan. Ausschlafen, essen und wieder schlafen, der perfekte Tagesablauf. ist zwar für mich ziemlich unrealistisch, aber ich will mir lieber nix vornehmen. Es wird wirklich schon wieder Zeit für sowas wie Ferien, ich dreh sonst komplett ab.

Meine derzeitige Lieblingsbeschäftigung im Unterricht:
Zu warten, bis der Typ da vorne einen Satz mal beendet. Das kann auch nur Tage dauern. (Konzentration ist einfach nicht mehr meine Stärke, trotzdem Hirni!)

Mein Fettnäpfchen des Tages:
Ich hab einer Freundin heute gratuliert, obwohl sie gestern Geburtstag hatte. Peinlich, peinlich, aber zumindest hat sie gelacht. Wenigstens hab ich nicht einen Tag vorher gratuliert, bringt schließlich Unglück (wird erzählt).

Und das, was ich im Moment an mir gar nicht leiden kann:
Ich kann nicht mehr reden, geschweige denn, ordentliche Sätze bilden oder einen der Situation angemessenen Wortschatz verwenden, geht einfach nicht mehr (noch ein guter Grund, nächste Woche im Bett zu bleiben). Übel sind auch die Worte, die ich ständig benutze. Beknackt und abgefahren sind ja noch harmlos, aber solche Satzanhänge wie weißt du? und ey, Alter! haben auch schon die liebe nastyone zur Weißglut gebracht…Ich bin halt ein Ghettokind, durch und durch.

Ich werde mich bessern, wenn ich erholt bin, versprochen.

Für alle, die Samstag abend noch nix vor haben: Ab in die K9, ab 22 Uhr findet da eine Soli-Party für die aapb statt (dient der Finanzierung antifaschistischer Arbeit im P-Berg)…

Beamte…

Na bei der Operation wurden ihm ja auch massive Körperteile entnommen. In der Folge entwickelte sich dann seine Homosexualität.

Bitte was?

Walpurgisnacht

Jedes Jahr das gleiche, und jedes Jahr sind wirklich alle da… So kann jeder seine Kontakte pflegen, zur Walpurgisnacht oder am 1. Mai sind doch eh alle zwischendurch mal in Kreuzberg oder F-Hain…Da sind sogar Leute dabei, die ich gar nicht kennen will und ich weiß das vorher auch ganz genau, aber ich geh trotzdem hin, eben jedes Jahr wieder. Selbst schuld!

Walpurgisnacht02