Archiv für Oktober 2007

Familienessen

Ist jetzt schon das zweite Mal, dass mir spontan gesagt wird, ich hätte abgenommen, aber 1. stimmt es gar nicht und 2. ist es etwas, was mir tatsächlich ziemlich egal ist.
Was mir noch so aufgefallen ist: Neuerdings esse ich meine Tomaten mit Salz (Mein ganzes Leben lang habe ich mich erfolgreich gegen Salz und Pfeffer auf Tomaten oder Dressing im Salat gewehrt). Wer mir dafür eine plausible Erklärung liefert, kriegt morgen ne Mate spendiert.

Zurück zum Familientreffen: Warum wird immer, wirklich immer darüber diskutiert, inwiefern Veganismus/Vegetarismus gesund/sinnvoll ist? Und warum sagt meine Oma jedes Mal, dass sie keinen Wein möchte, beim nächsten Betreten des Zimmers aber schon lallt. Mein Opa ist währenddessen schon wieder total eingeschnappt, weil ihm in irgendeiner Diskussion die Argumente ausgegangen sind.
Freitag Abend in höchster Qualität.

Festival of Lights 2007

Wie bereits angekündigt: Hier einge nette Bilder vom Festival of Lights (absolute Rohmasse!)

Oberbaumbrücke (mit U1 natürlich…). Schon ab dem ersten Motiv konnte ich keine Fotografen mehr leiden. Keine Ahnung, wie man so unfreundlich sein kann, ich renn denen ja auch nicht mit voller Absicht vor die Linse.

Fernsehturm. Gefällt mir in blau einfach mal am besten. In jedem Fall immer noch besser als die pinken Flicken zur WM.

Dom und Fernsehturm. Nein, Autos können nicht einfach unsichtbar werden. Und Doppeldeckerbusse mochte ich sowieso noch nie.

Unter den Linden. Da war es eindeutig am romantischsten. Lila Bäume sind der Hit.

Brandenburger Tor. Zu dem Zeitpunkt war ich nicht mehr in der Lage, mein Stativ gerade auszurichten. Einfach zu kalt.

Das Festival mal zu dokumentieren hab ich mir schon vor 2 Jahren vorgenommen. Die Ergebnisse sind eher dürftig. Dazu kommt, dass ich mich ärgere, dass ich tatsächlich vergessen hatte, das am Wochenende nunmal tatsächlich mehr (und merkwürdigere) Leute unterwegs sind als sonst. Egal, 2008 der nächste Versuch.

Nachtrag

Es gibt tatsächlich noch mehr Dinge, vor denen ich verdammt große Angst hab:

Große Höhe bzw große Tiefe. Große Höhe bedeutet ab oberster Sprosse einer kleinen Leiter. Tiefes Wasser bedeutet, ich kann nicht mehr stehen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich in diesem Sommer meine Angst vor „tiefen“ Gewässern einigermaßen in den Griff bekommen hab und sogar halbwegs entspannt schwimmen gehen konnte. Ohne Begleitung hätte ich das allerdings nicht gekonnt.

Unfair

Beim Festival of Lights werden Berliner Sehenswürdigkeiten mit Licht und Projektionen mal etwas anders dargestelt. Für die größten Sehenswürdigkeiten interessiert aber mal wieder keine_r…

Äh…ja. Interessantere Fotos folgen dann in den nächsten Tagen.

Und täglich grüßt….

Merkwürdigerweise schaffen es immer wieder die gleichen Vollidioten einem die Party zu vermiesen. Irgendwann ist auch mal Schluss mit lustig. Ich hab keinen Bock mehr.

Mal etwas andere Musik

Walgesänge im Frisörsalon. Soll das die KundInnen beruhigen oder doch eher die FriseurInnen?

so lustig ist das nicht

wenn es etwas gibt, was mich vollkommen aus der ruhe bringt, dann ist es, nicht mit dem eigenen rechner klarzukommen. okay, irgendwas ist da faul, das hab ich schon vor einer woche bemerkt. dass sich jetzt die sprache spontan von allein umstellt, ist der hoehepunkt – keine umlaute, kein sz und keine fragezeichen mehr, da merk ich erst, wie abhaengig man von buchstaben sein kann, komm zb nicht mehr in mein email-postfach rein. groszschreiben kann ich auch nicht mehr, merkwuerdiger kanns nicht mehr werden.
wenn ich nur nicht so faul waere, einfach mal ein neues system zu installieren…also hoffen und warten, dass egon sich von allein wieder einkriegt. vielleicht vertrght er ja einfach nur nicht die kaelte in meinem zimmer. haha.

Dinge, vor denen ich mich fürchte…

1. Heuschrecken
Spinnen sind mir absolut egal, genauso wie Käfer, Schlangen oder ähnliches, Größe spielt dabei ebenfalls keine Rolle. Heuschrecken konnte ich in meiner Zeit als Landei noch ganz gut leiden; ich konnte ein Exemplar auch in der Hand halten, wenn es sich schon zu mir umgedreht und angeguckt hat. Das hat sich schlagartig geändert, als ich – mit vielleicht 10 Jahren – „im Heu“ auf dem Feld war und mich eins dieser Dinger ansprang, direkt an den Hals. Seitdem hab ich einigen Respekt, man kann es aber auch panische Angst nennen.
Letztes Jahr im Sommer ist eine fast schwarze Riesenheuschrecke, die ich Charlotte taufte, an meine Gardine geraten. Dummerweise war ich zu dieser Zeit allein zuhause. Mein Nachbar rettete mich aus dieser Situation und verscheuchte Charlotte. Vielleicht lebt sie ja noch (ich hoffe nicht).

2. Ein ganz spezielles Foto
Dass sich die Dinge nicht am gleichen Platz befinden wie beim Verlassen des Zimmers, ist eigentlich nichts besonderes, schließlich habe ich das Vergnügen mit meiner Oma zusammen zu wohnen, die einen zwanghaften Ordnungssinn hat. Allerdings bezweifle ich, dass sie Fotos an der Wand verrückt, das hätte auch nichts mit ordnung zu tun. Vor einer Woche hab ich Fotos vergößern lassen und an die Wand gepinnt. Alle hängen gerade, nur eins nicht, es ist immer schief, egal wie oft ich es korrigiere. Langsam wirds gruslig.

3. Mein Nachhauseweg

Besonders zu der Kyrill-Zeit, als es ja öfter mal etwas winidiger war, wär ich am liebsten irgendwo gewesen, wo es keine Bäume gibt. Der Weg nach Hause ist durch zahlreiche Bäume und Sträucher schon dunkel genug, aber bei sich bewegenden Schatten gehen bei mir die Nerven durch. Auf einer geraden Strecke hab ich mir eingebildet, etwa 50 Meter vor mir liegt jemand am Boden. Mir blieb nichts anderes übrig als weiter geradeaus zu gehen, aber ich hab permanent auf den Boden gesehen bis zu der Stelle, wo ich dachte, da läge jemand. Einbildung. Oder so. Jedenfalls eine Täuschung, die ich nur ganz schwer vergessen kann.

Essen zum Ärgern

Meine Oma hat ein unheimliches Gespür dafür, wann ich nochmal weggehe und wann nicht. Sie sagt dazu nichts, bereitet aber in der Küche klammheimlich ihre Protestmaßnahme vor. Das äußert sich dann so, dass ich mit meinem Essen eine extra Ladung Zwiebeln und Knoblauch bekomme. Bevorzugt freitags und samstags. Zur Zeit experimentiert sie mit Farben, deshalb haben mich heute Hefeklöße mit Blaubeeren erwartet. Ich bin gespannt, was ihr noch so einfällt.