Archiv für Februar 2008

Small Talk

…ist unangenehm. Wurde ja hier bereits deutlich. Aber worüber unterhalte ich mich denn mit einer eher unbekannten, aber durchaus sympathischen Person, deren Namen ich nicht mal weiß (oder – wie es bei mir ja öfter passiert – ich vergessen habe)? Über alles, was eigentlich niemanden interessiert, Small Talk eben. Beliebtes Thema: das Wetter. Ist ja auch wirklich schön heute. Aber muss deshalb darüber geredet werden? Hobbys? Schon fast zu intim, um eine_n Unbekannte_n darüber zu informieren. Familie/Freunde? Dito.
Also was tun? Auf das Gespräch verzichten, dafür aber nett lächeln und immer (!) grüßen, um dann irgendwann einmal etwas wirklich Wichtiges loswerden zu können. Dann muss sich auch niemand darüber Sorgen machen, wie peinlich das letzte „Gespräch“ doch war.

Böser Zucker

Letzte Woche hat die Ärztin festgestellt, dass der Zucker meines Opas zu hoch ist. Glücklicherweise hat sie das auch meiner Oma mitgeteilt, die daraufhin sämtliche Süßigkeiten bei mir deponiert hat. Sind leider nicht mehr da. Alles nur zum Wohle meines Opas. :) Und ich bin die, die dann später Diabetes hat. Na toll.

Wenn ich dich nicht sehe, siehst du mich auch nicht!

Ich fahre von Natur aus ja meistens gern allein mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, besonders nachts, weil auf dem Nachhauseweg bereits die Abschaltphase beginnt. Besonders nervig ist es dann natürlich, wenn die Bahn richtig voll ist. Noch nerviger ist es, wenn jemand zusteigt und sich ausgerechnet auf den einzigen freien Platz (natürlich mir gegenüber) setzt und ich bemerke, dass ich den/diejenige_n kenne. Passiert ja öfter, die Welt ist schließlich klein. Dass die Person mich aber nicht mal ansatzweise grüßt, obwohl es – wie im gestrigen Fall – die Freundin meines besten Freundes ist, macht die Situation aber nicht wirklich besser. Sehr unangenehm. Und später bin ich wieder schuld und werde als arrogante Pute abgestempelt.

1982

(Brendel)

Commercials #3

Wer zuerst da war, weiß ich nicht, aber die Idee war mal gut (solange ich noch gelacht hab).

Nu is genuch. Keine Werbung mehr.

Berlinale pt.2

Natürlich nicht Berlin – 1.Mai gesehen, dafür aber Robin und Teenage Angst.
Kurze Zusammenfassung:

Robin

Robin ist acht, als seine Mutter Sabine wieder schwanger ist. Weil Sabine mit Kind, neuem Freund und Schwangerschaft überfordert ist, muss Robin ins Heim. Als er nach drei Monaten wieder zu Hause ist, hat sich die Situ­ation keineswegs verbessert. Der neue Freund der Mutter säuft, die kleine Schwester schreit und über allem liegen die ständigen Kräche der Er­wach­se­nen. Dann steht die Frau vom Jugendamt vor der Tür, Robin ist allein zu Haus und seine Schwester beginnt zu weinen …

Und jaaa, die Geschichte geht so aus, wie man sich das schon denkt. Ich hab noch nie so viele Leute im Kino weinen gesehen, allerdings hab ich auch noch nie so einen grausamen Film angeschaut. Physisch und psychisch äußerst belastend, die grausamsten Stellen sind nur zu hören, (glücklicherweise) nicht zu sehen. Und noch eine Anmerkung: Der Film läuft gerade mal 20 Minuten!

Teenage Angst

Vier Schüler eines Elite-Internats, die sich zu einer Clique zusammengeschlos­sen haben, schleichen nach der Schule heimlich aus dem Inter­nat, um sich zu treffen, zu saufen und zu spielen. Sie suchen die Extreme, um ih­rem goldenen Käfig, in den sie von ihren wohlhabenden Eltern ge­steckt wurden, zu entkommen.
Im Laufe der Zeit werden die Spiele zu immer größeren Gewaltexzessen, und bald richten sie sich gegen den Schwächsten der Gruppe: Leibnitz. Dyr­­busch, der Kopf der Gruppe, und Bogatsch, seine „ausführende Gewalt“, hören nicht auf, Leibnitz immer heftiger zu quälen, was dieser aber hinnimmt, denn er schafft es nicht, sich der Gewalt seiner Peiniger zu entledigen, fürchtet er doch sowohl den Verlust ihrer „Freundschaft“ als auch die Konse­quenzen seiner Eltern.
Konstantin, der Mitläufer in der Gruppe, ist der Einzige, der die moralische Dimension ihrer Spiele begreift. Doch er zögert zu lange, weil er das vermeintlich Wichtigste, das die Schicksalsgemeinschaft der vier Jungs auf diesem Internat noch zu haben scheint, nicht gefährden will: ihre Clique. Aus diesem Grund geraten sie immer tiefer in eine Spirale der Gewalt und des Gruppenzwangs, bis passiert, was passieren muss …

Ähnlich wie bei Robin. Man möchte am liebsten die Hände vorm Gesicht behalten. Allerdings schien mir dieser Film realitätsferner, auch wenn ich den Grund dafür schwer erklären kann.

Alles in allem: Wenn ich nur ansatzweise gewusst hätte, was mich erwartet, hätte ich mir diese Vorstellung vielleicht verkniffen. Andererseits ist es durchaus sehenswert, wenn versucht wird, Gewalt und Alltag, also das, was tatäglich in den Zeitungen zu lesen ist, zu visualisieren. Dass diese beiden Filme jemals im Kino laufen werden, halte ich für unwahrscheinlich, falls doch, dann frühestens in zwei Jahren. Und wer weiß, wie oft sich diese Dramen, wie im Film dargestellt, in der Wirklichkeit bis dahin noch wiederholen.

Berlinale

Als am Dienstag die ersten Tickets verkauft wurden, hab ich fast eine Stunde in der Schlange stehen müssen, um endlich an die Kasse zu kommen. Beim Anstehen ist zu beachten: Man ist das ideale Angriffsziel für Kamerateams etc., denn wegrennen ist äußerst problematisch. Für kleine Mädchen wie mich interessiert sich die Fernsehwelt zum Glück nicht, stattdessen wurde ich von einer Vertreterin des Tagesspiegels gefragt, ob ich auf einen bestimmten Star warten würde. ich gebs zu, ich hatte meine Hausaufgaben nicht gemacht und wusste gar nicht sooo genau, wer denn erwartet wird. Deshalb antwortete ich, dass ich mein ganzes Leben lang warte, aber scheinbar war auch das nicht das, was die nette Frau hören wollte.

Ich habe natürlich keine Karte mehr für meine Wunschvorstellung bekommen. Besonders gemein: Sämtliche Tickets können maximal drei Tage im Voraus gekauft werden, bedeutet also, dass ich am Dienstag keine Chance hatte, etwas für den Samstag zu bekommen. Und da ich von Natur aus ungeduldig bin, hatte ich auch keine Lust, mich nochmal anzustellen. War gestern lieber auf gut Glück unterwegs:

In meine Filmpremiere bin ich natürlich nicht gekommen, dafür hab ich ein Foto von Daniel Day-Lewis, Hauptdarsteller von „There Will Be Blood“ und heute zufällig auf dem Titelblatt der Berliner Zeitung, darunter ein sehr angetaner Reporter (leider nur auf dem großen Bildschirm):

Und heute der nächste Versuch, sich Berlin – 1. Mai anzuschauen. Wer noch eine Karte übrig hat, darf mich gerne mitnehmen.

Jetzt ist es offiziell

Die ersten Kirschen blühen, ergo: Der Frühling hat begonnen. Ist mir auch egal, dass es saukalt ist und die Sonne nur nen Teilzeitjob hat.

…nur die Wurst…

Keine Kreativität. (Gedisse ist langweilig, sorry)
Kein spannendes Leben, um daraus zu berichten.
Zu viele Fotos.
Unfähigkeit, sich auszudrücken (immer öfter).
Selten Kommentare.
Wenige Referrer.

Also, wie soll das hier weitergehen?